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Wie ich einen ostpreußischen Superhelden erfand Jörg Stanko

Wie ich einen ostpreußischen Superhelden erfand

Jörg Stanko

Published September 23rd 2012
ISBN :
Kindle Edition
98 pages
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 About the Book 

Kann man die Vergangenheit und damit sein eigenes Leben verändern, indem man in die Geschichte eingreift, Figuren verändert oder sie neu erfindet?»Ich sehe den jungen Friedrich und seine romantische Liebe, die er zurücklassen muss. Er könnte eineMoreKann man die Vergangenheit und damit sein eigenes Leben verändern, indem man in die Geschichte eingreift, Figuren verändert oder sie neu erfindet?»Ich sehe den jungen Friedrich und seine romantische Liebe, die er zurücklassen muss. Er könnte eine wundersame Rettung erfahren. Und ich könnte davon erzählen, dass Juden gerettet wurden, ein ganzer Zug voll. Ich schreibe einfach, dass der Zug bei langsamer Fahrt entgleist ist. So befreie ich meinen Friedrich. Ich schicke ihn nach Amerika.«Feinsinnig und mit hintergründigem Humor begibt sich der Autor auf Spurensuche, die ihn zwangsläufig auch zu einer Auseinandersetzung mit seiner deutschen Identität führt.Jörg Stanko schafft es dabei auf eine ganz besondere Art, Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit miteinander zu verbinden. Er erzählt er von Nazideutschland und vom Holocaust und von seinen Schwierigkeiten, sich mit einem Land zu identifizieren, in dem solche Dinge passiert sind. Er erzählt vom Elend seiner Großmutter und seines Vaters, die aus Ostpreußen vertrieben wurden, und vom Leben seines Großvaters als Soldat. Geschickt vermischt er familienbiografische Erlebnisse mit fiktiven Erzählsträngen, und reflektiert diese auf einer Gegenwartsebene. Dabei stehen Fragmente und Impressionen neben Reflexionen über eine mögliche deutsche Identität, und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. In berührenden Szenen setzt er seine Leser dem Schrecken der menschlichen Existenz aus, um im nächsten Moment leicht, sanft und heiter zu sein. Für Stanko ist der Mensch immer ein Wesen, das zu großem Leid aber auch zu himmlischen Freuden fähig ist, und auf dieser Klaviatur der Möglichkeiten lässt er seine Figuren leben, spielen und (manchmal) sterben. Ihm gelingt es gleichermaßen den Blick von Außen wie das gefühlte Innen zu (be-)schreiben.Ein Buch für Sinnsucher, Romantiker, Melancholiker und andere finstere Gesellen.